Der Grund für den kontinuierlichen Anstieg der Kupferpreise
Der Kupferpreis hat einen starken Anstieg erlebt, der auf drei miteinander verbundene Faktoren zurückzuführen ist: anhaltender Angebotsdruck, , ein neuer Wachstumsmotor der Nachfrage und eine Konvergenz finanzieller und politischer Erwartungen.
Kerntreibende Faktoren
1.
Verknapptes Angebot
Häufige Produktionsunfälle in weltweiten Kupferminen (z. B. Chile, Indonesien, Demokratische Republik Kongo). Die Gewinnmargen der Hütten schrumpften, da die Schmelzlöhne (TC/RC) auf historische Tiefststände fielen
Rückgang des Angebots an raffiniertem Kupfer, da Hütten ihre Produktion reduzieren
2.
Struktureller Wandel der Nachfrage
Schwäche in traditionellen Sektoren (z. B. Immobilien) Starkes Wachstum durch neue Nachfragetreiber: Fahrzeuge mit neuer Energie (EVs) und Wind-/Solarenergie (Kupferverbrauch pro Elektrofahrzeug ist dreimal so hoch wie der von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor) KI-Rechenzentren und Netzverbesserungen (hoher Kupferverbrauch in großen Rechenanlagen)
3.
Finanzielle und politische Erwartungen
Die gemäßigte Zinssenkungserwartung der Fed und die Schwäche des US-Dollar erhöhen die Attraktivität von Kupfer auf auf US-Dollar lautenden Märkten. Bedenken hinsichtlich möglicher US-Zölle auf Kupfer haben weltweite Lagerbestände und regionale Angebotsinkongruenzen ausgelöst
Langfristige Trendunterstützung
1.
Unumkehrbarer grüner Übergang
Kupfer ist ein Schlüsselmetall für die Energiewende. Die IEA prognostiziert, dass der Kupferbedarf im Bereich sauberer Energie bis 2030 über 40 % des weltweiten Gesamtbedarfs ausmachen wird.
2.
Strukturelle Lücke zwischen Angebot und Nachfrage
Unzureichende Investitionsausgaben in globalen Kupferminen schränken den Ausbau neuer Kapazitäten ein. Der Bedarf an neuer Energie wird voraussichtlich jährlich um über 3 % steigen, was auf ein anhaltendes Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage hindeutet.
Risikowarnungen
1.
Nachfrageunterdrückung durch hohe Preise
Steigende Kupferpreise können die nachgelagerte Substitution durch alternative Materialien (z. B. Aluminium) beschleunigen.
2.
Makropolitische Volatilität
Änderungen in der Geldpolitik der Fed oder die Umsetzung der US-Zollpolitik könnten kurzfristige Preisschwankungen auslösen
3.
Versorgungsunsicherheit
Sollte die Wiederaufnahme der Produktion in großen Minen hinter den Erwartungen zurückbleiben, könnte die Angebotsverknappung vorübergehend nachlassen